Sie sind selten geworden: Großfestivals innerhalb von Städten oder dicht besiedelten Gebieten. Das Schloßgrabenfest mitten in Darmstadts Zentrum ist jedoch ein Beispiel, dass so etwas immer noch gut funktionieren kann. Es ist eins der größten Open-Air-Veranstaltungen Deutschlands. Auch dieses Festival findet bereits seit 1999 statt und bietet im Durchschnitt etwa 100 Bands, aufgeteilt auf vier Tage, mit freiem Eintritt.

Ein Blick zu den Anfängen

Das Schlossgrabenfest liegt im Herzen Hessens. Einmal im Jahr wird die gesamte Innenstadt Darmstadts in ein Festivalgelände verwandelt. Wo sich ansonsten Touristen, Studenten und Familien begegnen, treffen sich jährlich Ende Mai etwa 400.000 Menschen in der Innenstadt. Das Festival wurde jedes Jahr größer und etablierter im Sinnbild der Stadt. Das Musikprogramm hat sich auch im Laufe der Jahre verändert und ist auch zunehmend diverser geworden, sodass für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist. Das Musikangebot reicht von Rock, Pop, bis zu Hip-Hop, Soul und Reggae.

Quo vadis Schlossgrabenfest?

Nachdem auch international bekannte Musiker zunehmend vermehrt auftreten, fand sich auch die Festivalorganisation in neuen Bahnen. Der Eintritt ist nach wie vor kostenfrei, jedoch gibt es seit 2007 Einlasskontrollen und auch Leinwände, um das Besuchervolumen zu reduzieren. Da das Festival sich hauptsächlich durch Sponsoren und Werbung erhält, bedarf es vieler, teils eher mühsamen, Übertragungen und Banner, die Produkte anwerben. Seit 2018 kann auch ein Kulturbeitrag erworben werden, um das Festival zu unterstützen. Nebenbei fördert das Festival aber auch noch Talente, denn die starke Verbundenheit zu jungen und noch weniger etablierten Bands besteht und bleibt im Mittelpunkt der Programmgestaltung. Nebenbei werden auch noch soziale Projekte und Kinderzeiten gefördert. Das Fest bringt natürlich der Stadt Darmstadt großes Ansehen und zusätzliche Attraktivität.

Breminale is in town

Ein weiterer Oldtimer unter den Festivals ist das kulturell bedeutende Festival Breminale, das ein Nachfolger von Weserlust darstellt. Ein Straßenfest der kreativen Art, in dem bildende Kunst, Literatur und Musik neben einem herausragenden Kinderprogramm Platz haben. Seit 1987 hat sich viel getan. Unter anderem wurde die Dauer auf fünf Tage verlängert. Die Breminale lädt so noch mehr zum Flanieren, Plauschen und Entspannen ein. In großen Zirkuszelten wird auf dem Osterdeich in Bremen gefeiert und das lässt auch unterschiedliche Musikgenres aufblühen. Auch politische Messages haben Platz, sich hier zu entfalten, wie beispielsweise auf der „No Racism, but Respect!“-Bühne. Solch eine Atmosphäre macht es auch in diesen Tagen noch möglich, das Festival völlig zaunfrei über die Bühne zu bringen. Dieses tolle Kulturprojekt soll weiter unterstützt werden, um diese Plattform an ökologisch sinnvollem Konsumverhalten zu erhalten!

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